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Billigflieger wirklich billiger?

Schnell mal ein paar Tage oder Stunden nach Venedig, Dublin oder Rom! Das ist heutzutage kein Problem und schon gar nicht von der finanziellen Seite her, denn zahlreiche so genannte Billigairlines bieten Städteflüge zu Tiefstpreisen an.

Doch man sollte vorsichtig sein, denn manche Schnäppchenangebote entpuppen sich spätestens bei Reiseantritt als Euroschlucker!

Bereits vor der Buchung sollte man wissen, dass die Billigflieger keine End-, sondern Nettopreise angeben. Neben der gesetzlichen MwSt. werden meist zusätzliche Gebühren, Steuern und Kerosinzuschläge berechnet. Ein anfänglicher Sensationspreis für einen Flug von beispielsweise München nach Venedig für €6,-, wandelt sich nach der Anrechnung der Zusatzkosten in einen Hin- und Rückflug für €70,-.

Die günstigsten Flüge ab einem Euro gibt es meist an einem Dienstag und Mittwoch. Zum Wochenende hin und am Wochenende sind sie viel teuerer und können die Preise der Linienfluggesellschaften sogar übersteigen.

Man sollte sich genau über die Zielflughäfen informieren und die Angaben beachten, denn Billigflieger landen meist auf abgelegenen Wiesen und kleinen Flughäfen. So kann es vorkommen, dass man 100 Kilometer südlich von Schwedens Hauptstadt landet oder in der 65 Kilometer entfernten Slowakei, anstatt in Wien. Kalkulieren sie vorab die zusätzlichen Transportkosten für An- und Abreise.

In Billigfliegern gibt es keine festen Sitzplätze und wegen mangelndem Abstand zum Vordermann und schmaleren Sitzflächen, ist es auch nicht besonders komfortabel. Stellen Sie sich auch darauf ein, dass es zu Verspätungen und Verzögerungen kommen kann, für die von den Fluggesellschaften nicht gehaftet wird, wenn es mehr verkaufte Flugtickets als Plätze gibt. Ebenso sind die Getränke und Speisen an Bord nicht im Preis enthalten und werden stattdessen verkauft. Service gehört also nicht zum Programm der Billigflieger.

Aufpassen sollte man auch bei Zahlung mit Kreditkarte, denn manche Billigfluggesellschaften berechnen bei dieser Zahlung hohe Gebühren von bis zu sechs Euro. Auch telefonische Buchungen sind oft Gebührenpflichtig und können bis zu fünf Euro kosten.

Wer zusätzliche Kosten sparen will, sollte sich vorab informieren, bei welcher Billigfluggesellschaft Zusatzgebühren für Gepäckstücke erhoben werden und diese dann vor Reiseantritt, am besten bereits bei der Buchung, anmelden. Angemeldete Gepäckstücke kosten durchschnittlich €4,50. Unangemeldete Gepäckstücke, die erst am Flughafen angemeldet werden, schon €10,- extra! Außerdem sollte man darauf achten, dass das Gewicht des Koffers 15 Kilogramm nicht übersteigt, da pro weiteres Kilo acht Euro zusätzlich anfallen. Beim Handgepäck liegt die kostenfreie Grenze bei 10 Kilogramm.

Ein Vergleich mit der Konkurrenz lohnt sich immer, denn die Linienfluggesellschaften werden durch den harten Wettbewerb mit den Billigfluggesellschaften dazu gezwungen ihre Preise anzupassen. Man sollte sich also die Zeit nehmen, denn nur dann kann man vom erbitterten Preiskampf der Fluggesellschaften profitieren.